SBZ P 8 - Verwendungsformen

Bedarfsverwendungen

Die Karte erschien am 24.8.1945 und war bis zum 31.10.1946 gültig.

Portogerechte Verwendung als Fernkarte war bis zum 28.2.1946 möglich. 
Das Porto für Ortskarten betrug bis zum 28.2.1946 nur 5 Pfennig, aber da eine Ortspostkarte nicht verausgabt wurde, gibt es zahlreiche Bedarfsbelege, die innerhalb eines Ortes verwendet wurden.

portogerechte Fernkarte gelaufen am 27.9.45 von Clausnitz nach Dresden

Ortskarte vom 15.10.45 verwendet innerhalb Dresdens

 

Am 1.3.1946 wurde das Porto auf 10 Pfennig für eine Ortskarte sowie 12 Pfennig für eine Fernkarte erhöht:

Fernkarte vom 14.4.46 mit Zusatzfrankatur, gelaufen von Erfurt nach Berlin

Diese Karte wurde bedarfsmäßig von Erfurt nach Berlin verwendet. Seit Ende Februar war in der OPD Erfurt die Verwendung sämtlicher in der SBZ verausgabten Postwertzeichen erlaubt.

Ortskarte vom 26.5.46 mit Zusatzfrankatur, gelaufen in Dresden

Ortskarte vom 26.5.46 mit Zusatzfrankatur, Überfrankatur von 1 Pfennig. Dölzschen war seit 1945 nach Dresden eingemeindet.

Philatelistische Mache

Der Vorsitzende des Briefmarkenklubs "Hallensia", Kurt Zirkenbach, beauftragte das Dresdner Mitglied Rudolf Ivens, verschnittene Ganzsachen P 8 b von Dresden aus an verschiedene Mitglieder des Klubs zu versenden (Literatur [6]). Diese Karten wurden als Einschreiben verschickt und waren keine Bedarfskarten im herkömmlichen Sinne, man kann bestenfalls von Sammlerbedarfskarten sprechen. Freigemacht waren die Karten portogerecht mit 12 Pf. für die Fernkarte + 60 Pf. für Einschreiben.
Diese Karten werden relativ oft im Handel angeboten und zwar keinesfalls zu billig.

Serienweise produzierte philatelistische Mache von Rodolf Ivens

 


© Copyright 2004-2026 - Frank Heyne